Was für die BONITA Mode gilt, gilt auch fürs Management: Man läuft Trends nicht hinterher, aber man entwickelt sich weiter.
2015 wurde es Zeit für einen neuen strategischen Schritt: Bonita begann Shop-in-Shop-Konzepte mit Multilabel-Retail-Partnern umzusetzen. Damit treibt die TOM TAILOR GROUP die vertikale Vertriebsausrichtung weiter voran, erweitert ihre Wachstumsfelder und gewinnt neue Marktanteile. Nachdem die geschärfte Markenpositionierung der zurückliegenden Jahre erste Erfolge brachte, kann BONITA damit die Umsatzqualität weiter verbessern.

Mit über 1.000 Stores in elf europäischen Ländern ist BONITA ein moderner Klassiker.
Damen und Herren ab 40 kleiden sich hier stilsicher und zeitgemäß ein.
Dank ihrer Vielfalt lassen sich die Kollektionen zu immer neuen Looks kombinieren.



Neue Flächen,
neue Kunden


Die TOM TAILOR GROUP setzt die Expansion eigenkontrollierter Flächen fort: 2015 starteten die ersten acht BONITA Shop-in-Shops, 2016 sollen insgesamt mindestens 60 weitere Neueröffnungen folgen.

Die neuen Wholesale-Flächen messen durchschnittlich 60 qm. Das Prinzip der Flächenpartnerschaften beruht darauf, dass BONITA die Shopflächen in eigener Regie mit der vollen Verantwortung für die Wareninhalte, das Shopsystem sowie das Verkaufspersonal vertikal steuert. Die Partnerfirmen können auf diese Weise von dem hoch produktiven BONITA Retailsystem profitieren. Multilabel-Konzepte im Wholesale besitzen eine starke Anziehungskraft und bieten innerhalb der gebrandeten Verkaufsflächen beste Voraussetzungen für Cross-Channel-Ansätze und die Emotionalisierung der jeweiligen Marke.

Der Markenauftritt von BONITA wurde seit der Übernahme durch die TOM TAILOR GROUP grunderneuert. Am auffälligsten: das neue Shop-Design.


7 Fragen an Doris Strätker und Klaus Friedrich


Zwei angesehene Experten im Best-Ager-Geschäft: Seit November 2015 leitet Klaus Friedrich als Geschäftsführer die operativen Bereiche des Unternehmens BONITA. Doris Strätker verstärkt in beratender Funktion den Bereich Produkt.

2012 übernahm die TOM TAILOR GROUP das Unternehmen BONITA. Nach einer Phase der Erneuerung tragen Sie seit November 2015 die Verantwortung. Sind Sie gut angekommen?


Strätker: Wir sind mit offenen Armen aufgenommen worden. Von der ersten Stunde an hat mir das Team Vertrauen und Offenheit entgegengebracht. In den ersten Wochen habe ich viele neue Ideen mitgebracht und eine Reihe von Veränderungen vorgenommen. Diesen Neuerungen standen die Mitarbeiter offen gegenüber und sie haben mich durch wertvolle Anregungen unterstützt. So konnte im Prozess ein gemeinsamer Blick auf das „Richtige“ entstehen.

Ich möchte dem BONITA Produktteam dafür ein großes Kompliment aussprechen und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.


Friedrich: Der Einstieg bei BONITA fiel mir sehr leicht, da mir die gesamte Organisation großes Vertrauen schenkt und mir von Anfang an vollumfänglich zur Seite steht. Die BONITA Mitarbeiter besitzen ein enormes Fachwissen. Dieses Know-how nutzen wir bestmöglich, um BONITA weiterzuentwickeln und bessere Ergebnisse zu erzielen. Ich freue mich auf eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit meinen Kollegen und bin überzeugt, dass wir BONITA wieder auf Kurs bringen.


Frau Strätker, Sie sind Expertin für den Bereich „Modern Woman“. Mit Blick auf den gesamteuropäischen Markt der Best-Ager-Mode: Was zeichnet die Marke BONITA aus?


Strätker: Die Marke BONITA zeichnet sich durch ihre Eigenständigkeit und Einzigartigkeit der Sortimente aus. Dies zeigt sich in einem spitzen Zielgruppenkonzept, bei dem die Kundin stets im Fokus steht.

Die Kollektionen vereinen eine unvergleichliche Farbgenauig- und Kombinierfähigkeit. Diese Merkmale werden durch die Flächen zusätzlich unterstützt. Die BONITA Stores reflektieren einen Wohlfühl-Boutique-Charakter. So steht der Kundin nicht nur eine Outfit-Beraterin, sondern eine „gute Freundin“ im Store zur Seite. Auf diese Weise entsteht eine besondere Beziehung zum Kunden — nicht umsonst besitzt BONITA 80 % Stammkunden.


Welche Vision haben Sie für die Marke BONITA? Welches sind die wichtigsten Aufgaben und wann sind erste Ergebnisse zu erwarten?


Friedrich: BONITA hat das Potenzial, sich zur führenden Best-Ager-Marke zu entwickeln. Unsere Prioritäten für die nächsten Monate haben wir in vier Felder gegliedert.

Erstens: Wir wollen die Sortimentsstruktur bei BONITA nachhaltig optimieren. Ziel ist es, uns mit unseren Kunden weiterzuentwickeln und gleichzeitig Markenbegehrlichkeit für Neukunden zu schaffen. Das Potenzial hier ist enorm, schließlich gehören die über 50-Jährigen zu der am stärksten wachsenden Bevölkerungsschicht mit einer hohen Kaufkraft.

Zweitens: Wir wollen die Umsatzqualität bei BONITA deutlich erhöhen, indem wir Rabattaktionen reduzieren und somit den Anteil an Full Price Sell-Through (Ware zum vollen Preis verkaufen) steigern.

Drittens: Wir beabsichtigen die Internationalisierung von BONITA konsequent voranzutreiben und werden uns dabei auf ertragsstarke Märkte konzentrieren. Derzeit sind wir in elf europäischen Ländern aktiv, sehen hier aber mittelfristig mehr Potenzial. Voraussetzung dafür ist eine international ausgerichtete Kollektion. Das Set-up dafür haben wir nun geschaffen.

Viertens: Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung planen wir den E-Commerce-Bereich weiter auszubauen.


Strätker: Unsere Kunden beginnen sich immer mehr mit dem Internet zu beschäftigen. Dieses Momentum wollen wir nutzen und unseren Kunden die Möglichkeit bieten, über verschiedene Online-Plattformen zu jeder Zeit BONITA Produkte bestellen zu können.


Herr Friedrich, welche Bedeutung hat es, dass BONITA jetzt auch im vertikalen Wholesale über Shop-in-Shop-Flächen angeboten wird?


Friedrich: BONITA auch über den vertikalen Wholesale zu vertreiben, war ein strategisch wichtiger Schritt. Über die Flächen bei unseren Partnern sprechen wir neue Kunden an und können gleichzeitig die Relevanz unserer Marken erhöhen. Beim vertikalen Wholesale stellen wir das Personal auf der Fläche und sichern somit unseren bewährten Kundenservice, der fester Bestandteil unseres Erfolgssystems ist.


Welche weiteren Schritte wollen Sie künftig gehen – operativ und strategisch?


Friedrich: Wir sehen es als unsere Pflicht an, alle unsere Geschäftsprozesse regelmäßig zu untersuchen und auf ihre Effizienz hin zu überprüfen. Dies ist eine Daueraufgabe, ein kontinuierlich wiederkehrender Prozess, der bei der Beschaffung beginnt, die Logistik einschließt und bis zur Warenpräsentation in unseren Geschäften reicht. In den vergangenen Jahren haben wir Umsatz verloren, aber die Kosten sind gleichgeblieben, sogar leicht gestiegen. Wir haben also Handlungsbedarf. Gleichzeitig ist es für uns wichtig, in unsere Stores zu investieren, um unsere Erträge langfristig zu sichern.


Welche Chancen sehen Sie bei BONITA in der Geschäftsentwicklung?


Strätker: BONITA hat aus meiner Sicht unglaubliches Potenzial, vor allem beim Wachstum auf eigener Fläche. Vom Produkt her ist es dabei wichtig, das wir immer wieder neue Ideen in unser Sortiment bringen, um unsere Kunden zu begeistern. Damit zielen wir auf die Qualität der Umsätze, also auf weniger Rabatte insgesamt. Dazu wollen wir gleichzeitig den Bon pro Kunde und auch die Anzahl der Teile pro Bon steigern.



Friedrich: Im Mittelpunkt steht ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere Kunden. Wir haben hochqualifiziertes Personal, das begeistert die BONITA Kollektionen verkauft und Stammkunden, die die gute Qualität der Ware schätzen. Beim Einkauf haben unsere Kunden bestimmte Artikel im Blick und achten weniger auf den Preis. Mit diesen Voraussetzungen ist es unser Ziel, mehr Kunden beim Besuch in unseren Filialen auch vom Kauf der Produkte zu überzeugen.


In diesem Magazin teilen Mitarbeiter der TOM TAILOR GROUP ihre Gedanken zum Thema Mode – was lieben Sie beide an Mode?



Strätker: Ich mag den permanenten Wandel in der Mode, stets neue Ideen zu haben und Teile kombinieren zu können. Es ist immer wieder eine große Herausforderung, ein neues Extrakt für den Kunden herauszuarbeiten.

Friedrich: Die Mode ist für mich ganz klar der Ausdruck des Stils und der Persönlichkeit. Meine modischen Wurzeln liegen in Italien, ich mag diese zurückgenommenen Farben und Stile, dieses Dezente. Ich mache keine Experimente und bin der klassische Typ.